Jazz

Der Jazz ist eine Musikrichtung, die etwa 1900 in den USA entstand und von überwiegend Afroamerikanern hervorgebracht wurde. In Verbindung mit anderen Musiktraditionen und Genres entwickelten sich viele Ausprägungen, so das heute schon Musikformen zum Jazz gezählt werden, die kaum noch an den ursprünglichen Jazz erinnern. Aufgrund seiner künstlerischen Bedeutung wird der Jazz als amerikanisches Pendant zur europäischen klassischen Musik gezählt, da sie außerdem auch vielen anderen Musikrichtungen neue Möglichkeiten eröffnete.

Hauptsächlich werden im Jazz europäische Instrumente, wie zum Beispiel Blasinstrumente, Klavier, Gitarre, Kontrabass, Becken und Trommeln eingesetzt, wie auch europäische Musikformen mit ihrer typischen Harmonik und Melodik. Allerdings werden im Jazz diese Elemente ganz individuell verwendet und neu interpretiert, und erinnern an das Musikempfinden afrikanischer Musikrichtungen.. Für den Jazz ist die Rhythmik des Bewegungsgefühls wichtig, die intensive spontane Interaktion und eine Tonbildung, die sich am vokalen Ausdruck orientiert.

Seit 1900 hat sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Jazzrichtungen entwickelt, die sich gegenseitig abgelöst haben oder sich individuell voneinander weiterentwickelt haben. Zentrale Jazzstile sind zum Beispiel der New Orleans Jazz, Swing, Bepop oder auch der Dixiland Jazz. Auch heute gibt es Musikrichtungen, die an den Jazz angelehnt sind. Der Hip Hop verwendet teilweise seine Stilelemente, so das die deutsche Band „Jazzkantine“ die Jazzrichtung Jazz-Rapp hervorbrachte. Aber auch das schwedische Jazz-Trio E.S.T.. welches 1990 gegründet wurde, ist ein bekannter Vertreter der modernen Jazzmusik. Der Erfolg dieser Band ist begründet in seinem charakteristischem Musikstil, der Jazz, Pop und Drum ‘n’ Bass miteinander vereint.