Klassik

Der Begriff der Klassik beschreibt die musikhistorische Epoche, die zwischen 1750 und 1820 ihren Höhepunkt hatte, und wird aus dem Lateinischen „classiscus“ abgeleitet, was „erstrangig und mustergültig“ bedeutet. Die damalige neue politische und gesellschaftliche Ausrichtung der Aufklärung, mit ihren Idealen, ihrer Klarheit und Einfachheit hatte auch Einfluss auf die Musik, wodurch diese zu einer neuen Definition gelangte. Der Pomp des Barocks wurde durch verstehbare und gefühlsvolle Kompositionen ersetzt.
Diese Entwicklung begann bereits schon vor 1750, die sogenannte Vorklassik, die ihre Vollendung in der Hochklassik, oder auch als Wiener Klassik bezeichnet, fand. Hauptvertreter dieser Zeit waren die Komponisten Mozart, Beethoven und Haydns, die ihr Schaffenszentrum in Wien hatten; daher auch der Begriff „Wiener Klassik“. Das Stilelement der Symphonie wurde zum wichtigsten Bestandteil der Klassik und erforderter große Orchester, um die umfangreichen Werke interpretieren zu können. Der moderne Orchesterklang entstand. Ferner ist die Entwicklung der neuen Formen von Solokonzerten, Sinfonien und Streichquartetts charakteristisch für diese Musikepoche. Im heutigen deutschen Sprachgebrauch wird unter Klassik „ernste“ Musik gemeint. Aber die Bezeichnungen „Rocklassiker“ oder „klassische Balladen“ machen deutlich,, dass das Wort „Klassik“ noch heute ein Synonym für gute Qualität und eine über Jahre überdauernde Popularität ist.